Thursday, December 1, 2022
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ERKLÄRT: Die Regeln, die Ausländer bei deutschen kirchlichen Trauungen kennen sollten

Wenn Sie Ihren Hochzeitstag in Deutschland planen, denken Sie vielleicht darüber nach, sich in einer Kirche das Ja-Wort zu geben, auch wenn Sie keiner deutschen Kirche angehören. Leider ist es nicht so einfach

Sie haben sich also in Deutschland verliebt und wollen nun gemeinsam mit Ihrem Partner versichern, dass Sie zusammenbleiben „bis der Tod uns scheidet“. Herzliche Glückwünsche!

Jetzt beginnt die harte Arbeit. Sie müssen einen Hochzeitsort auswählen, Ihre Einladungsliste kürzen und wahrscheinlich dafür sorgen, dass Freunde und Familie aus einem weit entfernten Teil der Welt kommen.

Eine weitere Komplikation wird die Auswahl des Ortes für die Hochzeitszeremonie selbst sein. Wer kirchlich heiraten möchte, muss einige Regeln beachten.

Hier ist eine kleine Hilfestellung.

Der Papierkram

Ein wichtiger Punkt zum Heiraten in Deutschland, den jeder wissen sollte, ist, dass eine kirchliche Trauung im bürokratischen Sinne eigentlich nicht als Trauung gilt.

Sie müssen zuerst bei einem Standesamt heiraten, bevor Sie kirchlich heiraten können.

Die katholische Kirche

Wenn Sie beide Katholiken sind, in Ihrem Heimatland getauft wurden, aber in Deutschland nie einer Kirche beigetreten sind, sollte es relativ einfach sein, dies mit einer Kirche in Ihrer Nähe zu klären.

„Die katholische Kirche sieht Menschen nicht als Ausländer“, sagte Stefan Förner, Sprecher des Bistums Berlin, gegenüber The Local.

„Mit einem Nachweis Ihrer Zugehörigkeit zur katholischen Kirche können Sie grundsätzlich überall heiraten“, fügte er hinzu.

Müssen Taufscheine aus einer weniger verbreiteten Sprache übersetzt werden, könne dies „zu Verzögerungen führen“, warnt er. Allerdings sind katholische Taufscheine in vielen Fällen in der Weltsprache der Religion, Latein, verfasst – das erleichtert die Sache ungemein.

„Grundsätzlich braucht es keine zusätzlichen Dokumente, weil jemand kein deutscher Staatsbürger ist“, versichert Förner.

Noch eine wichtige Regel: Wenn einer von euch Katholik ist und der andere einer anderen Konfession angehört, ist es trotzdem möglich, in einer katholischen Kirche das Ja-Wort zu knüpfen.

„Bei anderen christlichen Kirchen sprechen wir von einer sogenannten konfessionstrennenden oder -verbindenden Ehe“, sagt Förner.

„Viel hängt dann davon ab, was die anderen Kirchen unter einer Trauung verstehen: Für Katholiken und orthodoxe Christen ist sie ein Sakrament, für die Kirchen der Reformation nicht.“

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